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Meinradskapelle im Kastletwald

Benken wird erstmals in zwei Schenkungsurkunden erwähnt, die der Mönch Hiring 741 und 744 im Kloster Babinchova ausfertigt. An dieser Klosterschule wirkt von 824 bis 828 der Reichenauer Mönch Meinrad. Dieser zieht danach über den Etzel in die Einsamkeit des finsteren Waldes und legt dort den Grundstein für das Klosters Maria Einsiedeln.

Erinnerung und Verehrung
Gemäss Volksüberlieferungen und Forschungen des Einsiedlerpaters Odilo Ringholz stand das Kloster Babinchova im Kastletwald über dem Leisital. Zur Erinnerung an das Kloster und in Verehrung des hl. Meinrad lässt die Gesellschaft Maria Bildstein mit Unterstützung des Klosters Maria Einsiedeln im Jahr 1909 diese Meinradskapelle bauen.

Seit 3500 Jahren bewohntes Gebiet
Im Jahre 1939 macht Archäologe Jakob Grüninger, St. Gallen, im Kastletwald archäologische Grabungen. Das Kloster Babinchova fand er nicht, aber zwischen den Nagelfluhrippen Spuren einer befestigten Höhensiedlung und verzierte Scherben von Tontöpfen. Er datierte dieses Fundmaterial in die Hallstattzeit (500 v. Chr.). Nach neusten Erkenntnissen der Archäologie werden jedoch diese Spuren der Frühbronzezeit (1700 – 1500 v. Chr.) zugeschrieben.

Diese Funde gehören zu den frühesten Spuren von Menschen in der Gemeinde Benken. Der genaue Standort des Klosters Babinchova ist bis heute nicht bekannt.

Weitere Informationen: www.benken.ch/geschichte Standort anzeigen